Die -Gesellschaft Freunde der Künste- stellt in einem Künstlerportrait Leben und Werk Ernst Marows vor


 

Das Berliner Kunstmagazin ART-IN.DE berichtet über die Ausstellung der Radierungen aus Ernst Marows Zyklus "Für Odysseus" im Rahmen der 33. Leipziger Grafikbörse


 

Auf der internationalen Messe für zeitgenössische Kunst ART BAHO 2015 in Barcelona präsentiert die Art Nou Mil.lenni Galerie Bilder von Ernst Marow. Ein Bericht auf art-in.de.


 

Ausstellungsankündigung der Retrospektive "Ernst Marow - Magie der Wirklichkeit" im Berliner Kunst-Magazin art-in.de



- Bildbetrachtungen -

von Konrad Schulz





"Hundstage"

Öl auf Leinwand,  85  x  145 cm,  2015




Hundstage - Die Stille des Sommers

2015 entstand das große Ölgemälde "Hundstage".

Ich sah es erstmals auf Schloss Cappenberg.

Vor dem schmalen stahlblauen Himmel erstreckt sich ein leuchtend gelbes Raps- oder Weizenfeld.

So ganz genau kann ich das nicht erkennen, denn die meisten Halme sind nur angedeutet.

Im Vordergrund auf einem breiten braunen Erdrand oder Feldweg mit

vielen großen und kleinen Steinen liegt genau in der Mitte am unteren Rand

des Bildes ein Hund im Schatten eines umgestürzten alten runden Holztisches, der oben und links über den Bildrand hinausragt.

An der rechten oberen Ecke werfen einige dunkelgrüne Büsche oder Bäume ihren Schatten auf den Feldrand.


Der Tisch ist aus Latten zusammengesetzt, ihre leicht nach links geneigten vertikalen Linien werden verstärkt durch die wuchtigen Verbindungsbalken der Holzbeine, die von links oben in den vorderen Bildraum hineinragen und den Hund schützend überragen.

Der liegt zwischen den Tischbeinen, den Schwanz eng am Körper, den Kopf auf den Vorderpfoten, die Ohren hochaufgerichtet, als ob er lauscht, den Blick aus den Augenwinkeln direkt auf den Betrachter gerichtet, als ob er genau beobachtet, was der tut.


Ganz anders als in der großen Zeichnung "Der Geruch der Freiheit" wo der Hund, vom Betrachter abgewendet, hoch aufgerichtet vor dem Feld sitzt und in die Landschaft hineinhorcht, die der hier dargestellten gleicht, wenn auch weniger steil und eher im Herbst.

Hier dagegen Hundstage, die Zeit der großen Sommerhitze, wenn das Jahr am Höhepunkt ist, kurz vor der Ernte.

Der Hund liegt still, regt sich nicht, die Landschaft - Feld und Buschwerk - wirken auf mich ebenso unbeweglich still und doch ganz gegenwärtig.

Ein größerer Stein am rechten Feldrand ragt aus dem Grün und Gelb des Feldes heraus, zieht bei längerem Betrachten den Blick auf sich.

Die beiden Felder leuchten in einem hellen Gelbton, der an den Rändern in Grüntöne und am oberen Rand in Orange und Rottöne übergeht.

Ganz links am Bildrand lugt hinter dem Tisch noch ein kleiner Teil des Feldes hervor, dessen Gelb un Orange am Rand in Schwarz getaucht sind.

Die Glut des Sonnenlichts taucht diese Landschaft in starkes Licht, läßt aber die Einzelheiten verschwimmen.

Nur der Tisch und der Hund sind genau und präzise zu sehen.

Wobei der Tisch mit seinen dunklen Braun- und Grüntönen fast die Hälfte des Bildes ausfüllt.


Was macht der umgestürzte Tisch da vor der Sommerlandschaft?

Ist er nur umgestürzt, um den Hund vor der Sonnenglut zu schützen?

Wir wissen es nicht.

Immerhin ist er der einzige starke Hinweis auf den Menschen in dieser menschenleeren Landschaft.

Vor der stillen Ordnung der beiden Felder, die bis an den Horizont in der ferne reichen, wirkt der umgestürzte Tisch wie ein Signal von Gewalt, die die Verhältnisse umzustürzen sucht.

Vielleicht ist es kein Zufall, daß Feld und Himmel hinter dem Tisch am dunkelsten wirken.

Der wirkt mit seinem ovalen Rund wie ein Fremdkörper vor der Landschaft.


Die Szenerie erinnert mich an das Psalmwort:

Was ist der Mensch, daß Du seiner gedenkst?


Er macht viel Unruhe und verschwindet doch bald wieder. Was bleibt, ist die Landschaft und gewisse Spuren seiner Gegenwart.


Konrad Schulz

 





-  Abbildung  folgt  -





"Der Geruch der Freiheit"

Zeichnung,  Bleistift und Kreide auf Papier,  88  x  123 cm,  1978

- Privatbesitz Konrad Schulz -




Blick zurück nach vorn -                                                                        Gedanken zur Zeichnung "Der Geruch der Freiheit"

1. Kontexte

Eine große Zeichnung. Sowohl von ihrem Format her als auch von ihrer Ausführung und Ausstrahlung.

Ich kenne sie lange und habe sie immer wieder vor Augen.

Sie gehört in eine Zeit, als ich mein Studium beendete und gleichzeitig der Maler den Kunsterzieher endgültig an den Nagel hängte; als Beamter am Ende seiner Laufzeit lüftete er seinen Hut und begann ungesichert und frei vom Beamtenstatus, ganz allein auf sich vertrauend, die Realität auf seinem eigenen Weg kompromisslos neu zu erforschen.


Damals kam zum ersten Mal der Gedanke auf, die Sicht des Künstlers und des Theologen auf die Wirklichkeit zusammen zu bringen.

Wir haben es lange nicht umsetzen können aus vielerlei Gründen.

Beide standen wir erst am Rande der Felder, die wir bearbeiten wollten.


Erstes öffentliches Zeichen des Neuanfangs war 1972 die Ausstellung "Realismus aus dem Küchengarten"  bei der Galerie Brusberg.

Mit der Ausstellung "Neue Bilder aus Niedersachsen" 1978 zeigte sich, wie Ernst Marow dabei war, Erscheinungen seiner unmittelbaren Umgebung neu zu sehen, sie ihrer vermeintlichen Vertrautheit zu entkleiden und in tiefere Schichten ihrer Wirklichkeit einzudringen.


1978 entstand auch die große Zeichnung "Der Geruch der Freiheit".

Vieles scheint sie mit den großen Gemälden "Das Korn", "Steiniges Feld",

"Das brennende Feld", "Waldrand", ein Kornfeld mit Egge und weiteren Ackerbildern zu verbinden, die im Laufe der 70er Jahre entstanden.

Aber ich kenne keine weitere Bleistiftzeichnung dieser Größe zu dieser Thematik.

Wie die Skizzen und Radierungen Rembrandts hält sie im Schwarz-Weiß

des Bleistifts die Details fest, die in anderer Komposition und Farbigkeit

in den großen Ölbildern dieser Periode entfaltet werden; und die neu gewählte Frosch-Perspektive vom Boden der Wirklichkeit her führt zu unerhörten neuen Einsichten.


2. Der Gegenstand

Aber nun zur Zeichnung selbst.

Groß im Vordergrund sitzt ein Schäferhund auf seinen Hinterläufen.

Wie ich hörte, war er beliebter Gefährte von Sabine Schulz, als sie noch als Kind auf der Insel lebte, wo der Maler beide erstmals sah.


Der Hund füllt zwei Drittel der linken Bildhälfte.

Seine Ohren sind hoch aufgerichtet, der Kopf vom Betrachter abgewendet.

Seine ganze Aufmerksamkeit scheint auf das Stoppelfeld gerichtet, an dessen Rand er sitzt und das sich bis zum fernen Horizont am oberen Bildrand erstreckt.

Am unteren Bildrand nimmt es zwei Drittel des Bildes ein.

Die hellen Stoppeln, vor denen das Tier sitzt, bilden ein lang gestrecktes Dreieck, das links von einer dunklen Fläche des Feldes begrenzt wird.

Auf den ersten Blick erscheint es wie Buschwerk, aber bei genauerem Hinsehen entpuppt es sich als weiterer, im Dunkeln liegender Teil des Feldes.

Rechts schließt an das Stoppelfeld ein umgepflügter Acker an, der etwa die Hälfte der Zeichnung einnimmt und zusammen mit dem Stoppelfeld einen in mehreren Wellen sanftansteigenden rundlichen Hügel bildet.

Über den Hund und das helle Stoppelfeld wird der Betrachter förmlich in das Bild hineingesaugt zu dem ungewöhnlich hoch liegenden Horizont auf der Höhe des Hügels.

Auf dem gepflügten Sturzacker mit seinen Reihen von grob umgebrochenen Schollen, der nach rechts abfällt, ist am Horizont eine kleine Baumgruppe zu sehen, deren Äste strahlenförmig über dem dunklen Acker stehen.

Sie bildet den oberen Endpunkt einer gedachten Linie in Verlängerung der Rückenlinie und des Kopfes des Hundes, die sich kreuzt mit der schräg von rechts nach links oben verlaufenden Linie des Ackerrandes.

Die rechte Flanke des Hundes mit Vorderlauf, Kopf und Ohr bildet die einzige senkrechte Achse des Bildes, deren Verlängerung am oberen Bildrand in die Spitze des Dreiecks mündet, das vom hellen Stoppelfeld gebildet wird.

Und unten über den Bildrand hinaus zum Betrachter zu führen scheint, im Rücken des Hundes.

Der unmittelbare Vordergrund rund um den Hund wird durch groß und präzise gezeichnete Stoppeln gebildet.

Jede einzelne ist in ihrer Form und Einzigartigkeit trotz aller Gleichförmigkeit genau zu erkennen, während die des großen Feldes nur angedeutet, gleichwohl vom Auge als lange Reihen von Stoppeln erkannt werden.


Etwas oberhalb der Mitte der Zeichnung zieht ein schmaler Nebelstreif aus weißer Kreide auf der Höhe des Hundekopfes waagerecht über die ganze Szenerie.

Er bildet die einzige horizontale Linie der Bildkomposition,

die gleichsam den nahen Teil des Ackers von dem den Hügel hinauf steigenden, weiter entfernten Teil des Feldes abtrennt und mit der vom Hund gebildeten Senkrechten, die Fläche des Bildes - wenn ich recht sehe - im Verhältnis des Goldenen Schnitts aufteilt.


3. Erste Eindrücke

Man spürt als Betrachter den Rhythmus des in mehreren Wellen ansteigenden Stoppelfeldes mit seinen feinen Linien und den ganz anderen des brachial aufgebrochenen Bodens des Ackerfeldes mit seinen grob umgebrochenen Schollen und Furchen.

Das ganze Feld scheint heranzubranden wie ruhige Wogen des Meeres, auf denen die kleine Baumgruppe quasi als Schaumkrone zu tanzen scheint.


Anders als die Gemälde, die in ihrer Farbigkeit die Landschaft und darin Stoppeln und Acker vor dem fernen Horizont weitaus genauer und detailreicher fassen, reduziert die Bleistiftzeichnung auf das Wesentliche - trotz aller details, die zu sehen sind.

Spannung wird aufgebaut durch zwei Dinge:

Vor der bewegten und doch ruhigen Landschaft der in höchster Aufmerksamkeit angespannte, zugleich unbeweglich verharrende Hund, der gleichsam den Rhythmus der Landschaft aufhält und dadurch den Betrachter darauf lenkt.

Er trägt ein Halsband mit einem Kettenglied; ein Zeichen, daß er nicht frei ist.

Aber er ist ohne Leine, könnte also einfach loslaufen.

Nichts könnte ihn aufhalten.

Der Geruch der Freiheit ist da, vielleicht verwirrend und neu.

So sitzt er aufmerksam am Rande des Feldes, scheint seine unbekannte Beschaffenheit mit allen Sinnen zu erforschen und in sich aufzunehmen - bevor er losläuft.


Vielleicht schaut er aber auch zurück auf das Feld, das er durchstreift und erforscht hat, frei und ungebunden, als ihn sein Herrchen von der Leine ließ; nimmt vielleicht noch einmal Witterung auf von dem, was er erfahren hat, bevor er wieder an die Leine genommen wird.

Wir sehen ihn im Augenblick der Stille vor oder nach der Aktion, die ihn beschäftigt.

Was seine Aufmerksamkeit in diesem Moment fesselt, wissen wir nicht.


Der Maler hat genau diesen Augenblick des Umschlags festgehalten.

Der Titel der Zeichnung "Der Geruch der Freiheit"  läßt darauf schließen, daß die Freiheit (noch) nicht da ist für den Hund.

Aber der betörende Duft der Schöpfung, inmitten derer er sich bewegt,

ist spürbar, läßt ahnen, wie die Freiheit sein könnte, wenn sie ergriffen und die Wege bis zum fernen Horizont beschritten und erforscht werden.


4. Annäherungen und Schlußfolgerungen

Das Bild setzt einen starken Impuls, das zu Sehende verstehen zu wollen.

Während hier der Künstler mit dem feinen Strich des Bleistifts Schichtungen

der Wirklichkeit freilegt, die unmittelbar auf den Betrachter wirken,

stehen mir als Theologen zunächst nur Worte zur Verfügung, dem dargestellten Ausschnitt der Realität nachzuspüren und Zugänge zu finden.


Die erste Frage, die sich stellt:

Ist die dargestellte Realität auch die vorfindliche?

Gespräche mit dem Künstler über Rembrandt, dessen geniale Darstellung der Realität bis in die kleinsten Details zugleich Schöpfung neuer ganz nach seinem Willen geformter Realitäten ist, in denen die weit über das Bild hinausgehende Wirklichkeit der alles umgreifenden Schöpfung erscheint, läßt mich vermuten, daß der Hund in Wirklichkeit nicht in dieser Landschaft vorkommt, sondern durch bewußte Entscheidung des Künstlers mit ihr konfrontiert ist.


Welche Wirklichkeit drängt da ans Licht?

Ganz offenbar Mutter Natur, die wogenden Rhythmen der Landschaft, wie sie hinter Kirchrode zu sehen war, vielleicht auch lange vergessenen aus der Mark Brandenburg an der Oder, die der Künstler in seiner glücklichen Kindheit in sich aufnahm, bevor die Flucht ihn in die scheinbar trostlose Öde unter der Ilseder Hütte verbannte.

Wieviel von der märkischen Landschaft in seinen Bildern steckte, entdeckte er, als wir gemeinsam seine alte Heimat Mitte der 80er Jahre erkundeten.

Also vielleicht ein Blick zurück in die Erfahrungen der Kindheit?

Erinnerungen an sorglose Zeiten, in der er frei umgehen konnte mit der Realität?

Ein von fernen Zeiten herüber wehender Geruch von erfahrener Freiheit, aufgehoben in diesen Bleistiftstrichen, festgehalten in den Stoppeln und Schollen der Landschaft?


Und der Hund. Was ist mit ihm?

Wollte der Künstler damit auf die damalige Besitzerin, seine jetzige Frau verweisen?

Ich weiß es nicht. Spekulation. Unwahrscheinlich.

Ich sagte schon, der Hund steht der Landschaft gegenüber, hält gewissermaßen ihre ruhigen Rhythmen auf.

Sein Halsband ist der einzige Hinweis darauf, daß er sich nicht selbst gehört,

(noch) nicht frei ist, eine nicht sichtbare Macht ihn beeinflußt, zwingt, an der Leine führt.

Aber die Leine ist weg, so wie der Beamtenstatus des Künstlers.

Loslaufen muß er selbst.

Aufhalten kann ihn nur noch, was er verinnerlicht in sich trägt.

Ist hier der Künstler selbst auf den Hund gekommen, der sich befreit?

Ich kann mir vorstellen, daß die Zeichnung diese Bewegung ausdrückt, endlich frei den eigenen Weg zu gehen, endlich frei sich auf die Suche zu machen nach den Schichten der Wirklichkeit, die ihn wirklich bewegen.


Natürlich könnte ich aus heutiger Sicht zurückblickend auf dieses Werk auch sagen: ist es nicht vielleicht auch der Blick zurück nach vorn?

Aus damaliger Sicht sicherlich der Blick auf unerforschtes Land.

Aus heutiger jedoch der Blick zurück auf den langen Weg,

bis in den Pinselstrichen, den Linien von Feder und Bleistift die Wirklichkeit in all ihren Schichten detailgetreu für sich selbst einsteht und den Betrachter herausfordert.


Was setzt den Hund vor diese grandiose Realität, so daß sie die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich zieht?

In der Zeichnung ist es der Künstler, der diese Entscheidung traf.

In der Wirklichkeit, die uns alle umgreift, ist es wohl eine größere Macht, die ihn trieb und jeden Menschen an seinen konkreten Feldrand setzt.

Am Anfang, um seinen Weg darin Schritt für Schritt zu finden, gegen Ende um Rückschau zu halten auf die verschlungenen Wege, auf großartige Entdeckungen und schmerzhafte Erfahrungen, die doch zusammen die Schönheit und Einzigartigkeit des Lebens ausmachen.

Durch die Darstellung schimmern sicherlich auch die damit verbundenen Emotionen erlittener Gewalt, Angst vor Schmerz und Unbekanntem, aber auch Ermutigung und Hoffnung auf Neues, Geruch von Freiheit, das eigene Leben, den eigenen Weg zu gestalten.

So könnte es sein.

Aber ich weiß es nicht, kann mich dieser Wirklichkeit, die aus der Zeichnung spricht, mit Worten nur annähern.


Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen,

schreibt Ludwig Wittgenstein am Ende seines Tractatus logico-philosophicus, nachdem er abgeschritten hat, was ihm möglich ist mit Worten zu erkennen.

Die Erkenntnis des Philosophen ist darauf begrenzt.


Als Theologe habe ich gelernt, ich kann schweigend in Stille vor dem Bild sitzen und mich meditierend der größeren Wirklichkeit des Seins (in Gott?) annähern, die auch der Künstler auf seinem Weg erfuhr.

Wir sind auf unterschiedlichen Wegen unterwegs, mathematisch zwei Parallelen gleich, die sich erst in der Unendlichkeit treffen.

Aber immerhin: Sie treffen sich, wo wir über die vorfindliche Realität hinaus gehen.

Und so sitzen wir nebeneinander, staunend über die uns umgebende und tragende Welt, und die Natur selbst spricht, zeigt, macht sicht- und hörbar, daß wir unmittelbar eins sind mit ihr und ihrem Schöpfer.

Rückschauend stimmen wir sein Lob an, das auch etwas ahnen läßt vom Künstler als glücklichen alten Mann, der von seinem schwierigen Weg erzählt, den der Geruch der Freiheit ahnen ließ.


Nachwort zum Weg

Joachim E. Behrendt (Nada Brahma, die Welt ist Klang) schreibt:

Im Anfang war das Wort, heißt es im Johannesevangelium . . .

Kandinsky empfand: das Wort ist ein innerer Klang.

Im Schöpfungsbericht lesen wir: Das Wort das Gott sprach, war das Wort "Licht". Dieses Wort Licht und die Worte Laut und Logos gehen auf eine gemeinsame Ur-Wurzel zurück, die allerdings auch Lug, die Lüge aus sich heraussetzte.

Wir müssen nur unsere Sprache wörtlich nehmen . . .

Sie hat es von Anfang an gewußt: Das Wort ist das Licht, ist der Laut, ist der Anfang . . .

Manches davon haben wir schon hinter uns gebracht, Bild und Klang liegt noch vor uns, darüber im Gespräch einig zu werden . . .


Konrad Schulz






Der Autor vorgestellt

Konrad Schulz, Jahrgang 1949, ist Theologe und jüngster Bruder

des Künstlers Ernst Marow.

Er war Gemeindepfarrer und Pfarrer für die Ökumene.

Der Einsatz für Dalits im Rahmen der Partnerschaft mit der Diözese Amritsar

ist ein Schwerpunkt seines Engagements.

Konrad Schulz lebt in der Nähe von Frankfurt am Main und ist

Autor verschiedener Essays wie

"Das rote Jahrzehnt - Zur Bedeutung der 68er-Bewegung für die Kirche"

 - abrufbar unter folgendem Link:







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